Ayurveda - Das Wissen vom langen und gesunden Leben

Ayurveda hat seinen Ursprung in Indien und ist die älteste überlieferte medizinische Wissenschaft. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen sind 5 000 Jahre alt. Ayurveda ist ein Naturheilsystem, das den Menschen in seiner Ganzheit betrachtet. Ayurveda ist die Kunst, Gesundheit zu erhalten und Krankheit sanft zu heilen. Reinigung und Revitalisierung stehen dabei im Vordergrund.

Reinigungskuren sind das Herzstück der ayurvedischen Medizin. Mit entsprechender Ernährung, sanften Ölmassagen und ruhigen Yogaübungen können Rückstände, Schlacken und Toxine, die sich im Körper und Geist angesammelt haben, ausgeleitet werden. Im Laufe der Reinigungswochen stellt sich ein Gefühl der Klarheit und Lebensfreude ein. Ist der Körper gereinigt und der Geist geklärt, fühlen wir uns wieder in unserem inneren Gleichgewicht und können uns den täglichen Anforderungen stellen.

Ayurvedische Reinigungskuren dienen der Erhaltung der Gesundheit, sie stärken die Immunkraft und schützen vor Erkrankungen. Sie unterstützen den Heilungsprozess bei bereits Erkrankten.

Diagnose & Kur

Der Ursprung aller Materie sind die fünf Elemente Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde.

Aus diesen fünf Elementen setzt sich jeder Mensch zusammen. Seine Lebensführung sollte sich nach der Verteilung der Elemente richten, da hierdurch Krankheiten vermieden und geheilt werden können. Wenn das auslösende Element einer Krankheit erkannt ist, kann diese sanft und doch effektiv behandelt werden.

Zu einer ersten ayurvedischen Behandlung gehören ein ausführliches Gespräch, Fragen zur allgemeinen Lebensführung und eine intensive Erhebung der Krankengeschichte. In einer weiteren Sitzung erfolgt eine eingehende allgemeine und krankheitsbezogene Beratung.

Eine anschließende Behandlung kann aus Ölbehandlungen (Massagen, Stirngüssen, Öl innerlich und in Form von Einläufen), Schwitzbehandlungen, inneren Reinigungs- kuren und der Verabreichung von Heilkräutern bestehen.

Ayurvedische Reinigungskuren dienen dabei der Erhaltung der Gesundheit, sie stärken die Immunkraft und schützen vor Erkrankungen. Sie unterstützen desweiteren den Heilungsprozess bei bereits Erkrankten.

Ayurvedische Ernährung

Ayurvedische Ernährung sollte immer frisch und warm sein.
Alle Lebensmittel werden nach dem Geschmack eingeteilt, weil bestimmte Geschmacksrichtungen bestimmte Wirkungen hervorrufen. Der Geschmack spricht demnach für das Wirkungsspektrum einer Pflanze.

  • Süß: Erde und Wasser
  • Sauer: Erde und Feuer
  • Salzig: Wasser und Feuer
  • Scharf: Feuer und Luft
  • Bitter: Luft und Äther
  • Zusammenziehend: Luft und Erde

Da die Geschmacksrichtungen den einzelnen Elementen zugeordnet sind, können dadurch auch die Doshas (krankmachende Faktoren) beeinflusst und Krankheiten behandelt werden. Die Ernährung ist ein wesentlicher Pfeiler der ayurvedischen Therapie. In der Ernährungsberatung werden Sie erfahren, welche Ernährung zu Ihrer Konstitution oder Erkrankung passt.

Während der Pancacarmakur dürfen Sie keine schweren Mahlzeiten zu sich nehmen. Zum Abendessen sind leichte Gemüsesuppen sehr gut. Mittags können Sie Gemüse oder Dal (Hülsenfrüchte) mit Reis essen. Sie sollten zum Kochen keine großen Mengen an Fett (außer Ghee) verwenden und auch nur mild würzen. Joghurt, Quark und Käse, saures Obst, Tomaten oder Essig sollten Sie vermeiden.

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